Wissenswertes

 

- Mehrhundehaltung

- Blue merle

- CHW

- Hundezucht und Tierschutz, ist das kompatibel?

- Hunde und Kinder - Eine Symbiose unter Vorbehalt 

 

Mehrhundehaltung 

 

Mehrhundehaltung liegt zweifelsohne im Trend. Während vor einigen Jahrzehnten noch der Besitz eines Hundes, wenn man nicht gerade auf dem Land wohnte, eine hohe zeitliche und finanzielle Herausforderung war und eine lange Planung und Organisation erforderlich machte, trumpfen heute die meisten Hundehalter früher oder später sogar mit einem Zweit- oder Dritthund auf.

 

Aber dies nicht ohne Grund. Längst haben die Mehrheit der Leute erkannt, dass der Hund zu den sogenannten Rudeltieren gehört, die generell in Gruppen gehalten werden sollten, Beim Hund gibt's aber die Besonderheit, dass er in der Lage ist, sich an seinen Menschen oder seine Familie so fest zu binden, dass sie für ihn ein Rudelersatz bedeutet. Es ist also durchaus möglich, einen Einzelhund zu halten und ihn auch weitgehend artgerecht zu halten und ihm ein schönes Leben zu ermöglichen. Deshalb ist auch heute noch die Haltung eines Einzelhundes völlig normal und die meisten aller Hundeanfänger beginnen zunächst mit einem Einzelhund.

 

Trotzdem bietet die Haltung eines zweiten Hundes Vorteile, die auf der Hand liegen. Es hat seinen Grund, warum manche Tierarten in Rudeln leben wollen oder müssen: Das Rudel bietet ihnen Schutz, Sicherheit und Komfort. Natürlich könnte der Mensch seinem Hund das auch bieten. Aber der Mensch spricht eine andere Sprache, die der Hund nicht versteht, und ganz besonders versteht der Mensch die Körpersprache des Hundes nicht und dies kann ihm seinen Wunsch nach Sicherheit nicht erfüllen. 

 

Halter eines Einzelhundes sind selten in der Lage, die körperlichen Signale eines Hundes zu verstehen, denn der Einzelhund hat die Gabe, sich seinem Halter maßgeschneidert anzupassen. Seine arttypische Körpersprache wendet er kaum noch an, weil er weiß dass der Mensch sie nicht deuten kann. Der Mensch hat Kommandos erfunden, weil der Hund hunderte von Wörtern lernen kann. Dem Mensch reicht das, aber es ist keine Körpersprache und ganz sicher keine Hundesprache. Ein Rudel funktioniert anders, denn Hunde verständigen sich in ihrer Körpersprache deutlich und unmissverständlich. Sie sind untereinander direkt und spontan und viel sozialer und liebevoller, als ihnen manche Menschen zutrauen würden. 

 

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Mehrhundehaltung ist allerdings, dass die Hunde untereinander harmonieren, denn so geben sie sich die mentale Sicherheit, die sie brauchen. Sie lernen voneinander und entwickeln ein soziales Wesen, was ihnen im Umgang mit Artgenossen immer behilflich sein wird. Wenn Hunde eine ähnliche Rassezugehörigkeit, Temperament oder Mentalität haben oder verwandt sind, entspricht das ihrer Natur. Wenn aber ein Halter zwei Hunde mit unbekannter Vergangenheit und unterschiedlichen Rassen adoptiert, die ihm ohnehin schon einiges abverlangen, wenn sie nicht sozialisiert sind, muss zunächst ein Lernprozess für Hund und Mensch stattfinden.

 

Mehrhundehaltung ist keine Rudelhaltung. Bei der Mehrhundehaltung handelt es sich um eine Gruppe von Hunden, die der Mensch ausgewählt hat, um mit ihnen zu leben. Für den Hund also eine Zweckgemeinschaft, die sich ohne den Menschen nicht entwickeln würde. Ein Rudel ist ein Familienverbund von Hunden, die im Verwandschaftsverhältnis miteinander leben, also eine Familie. Diese Hunde haben eine Verbundenheit untereinander, die oftmals sogar bestehen bleibt, wenn die Hunde getrennt wurden. Zum Beispiel eine Hündin und ihre Welpen oder Wurfgeschwister.

 

Jemand, der ein Rudel sein Eigen nennt, hat also ganz bestimmte Vorteile jemandem gegenüber, der eine Gruppe adoptiert hat. Hier funktioniert die Rudelhaltung, denn die Hunde sind berechenbar. Wenn jemand plant, in die Hundehaltung einzusteigen und sich direkt zwei Hunde anschaffen möchte, hätte er besondere Vorteile, wenn er sich für zwei Wurfgeschwister entscheiden würde. Hier würde die Hundehaltung am wenigsten Probleme bereiten.

 

Dass zwei Welpen auch doppelte Arbeit und doppelte Erziehung bedeuten, ist nicht unbedingt der Fall. Vielmehr stellt sich die Erziehung zweier Welpen oft sogar einfacher dar als die eines Einzelhundes, denn die Welpen lernen voneinander. Ganz besonders lernen sie durch positive Bestärkung, denn durch Erfolgserlebnisse versuchen sie sich gegenseitig zu überbieten, auch bezogen auf die Stubenreinheit. Besonders wichtig für Welpen ist die Sicherheit. Ein Welpe, der gerade sein Zuhause und seine Familie verloren hat, ist allein schon durch die Anwesenheit eines ihm unbekannten Menschen und eine fremde Umgebung eingeschüchtert. Zwei Welpen aber bieten sich Sicherheit.

 

Die Prägephase eines Welpen ist auch mit der 10. Woche noch nicht abgeschlossen. Je mehr Sozialkontakte er in dieser Zeit mit Artgenossen hat, um so besser wirkt sich dies auf sein späteres Leben aus, denn hierdurch lernt er soziales Verhalten. Auch der Bewegungsdrang, der nützlich für die körperliche Entwicklung ist, wird durch einen Partner intensiver ausgelebt.

 

Ein weiterer Vorteil ist der Service, den der Halter hat. Die Hunde fressen zusammen, das haben sie ja von klein auf gelernt. Das ist bei einem Rudel übrigens nicht anders als bei einer menschlichen Familie, Futterneid gibt's hier nicht. Futterneid ist ein von Menschen gemachtes Problem, liegt aber nicht in der Natur des Hundes. Spaziergänge dürfen auch mal kleiner ausfallen, weil die Hunde sich gegenseitig auslasten und sich die Bewegung beschaffen, die sie brauchen. Hunde brauchen natürlich Beschäftigung und Bewegung, aber bei mehreren Hunden hat man das Monopol, dass sie sich gegenseitig beschäftigen können. 

 

Ein besonders großer Vorteil der Mehrhundehaltung ist, dass sie keine Trennungsängste entwickeln können, wenn man sie mal allein lassen muss. Das Rudeltier sieht den Menschen als Zweckgemeinschaft an, liebt aber seine Artgenossen wie Menschen, die ihre Familie oder Freunde brauchen. Für Hunde sind wir einer von vielen Faktoren, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen und einer ihrer Lebensinhalte. Aber sie sind das, für das die Natur sie geschaffen hat: Rudeltiere.

 

 

Blue merle

 

Bei Blue-merle handelt es sich um eine Farbe, die der hohen Nachfrage nach offensichtlich vielen Menschen gefällt. Trotzdem sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Fellfarbe handelt, sondern um eine genetische Mutation mit Fehlfunktion diverser Farbgene, die die Farbe schwarz in ein verwaschenes Grau verwandelt. Es ist ein Gendefekt, der mit einem erhöhten Risiko für Blind- und Taubheit und Störung des Gleichgewichtssinns bis hin zum Verlust des Schwimmvermögens und anderen neurologischen Störungen einhergeht. Reinerbige Zucht ist im Sinne des Tierschutzes durch die Zuchtverbände untersagt, da das Risiko genetischer Schäden bei 100 % liegt. Die mischerbige Zucht ist im Standard erlaubt, doch inwieweit die Genetik dieser Hunde geschädigt ist, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

 

 

CHW 

 

Bei der Farbe CHW (colored head white) oder White/Markings, die sowohl beim Sheltie als auch beim amerikanischen Collie vorkommt, handelt es sich um einen Weißschecken. Obwohl durch Unwissenheit fälschlicherweise oft behauptet, ist dies nicht gleichzusetzen mit dem Weißtiger, der durch Merle-Merle-Verpaarung entsteht und der oft von schweren genetischen Fehlfunktionen der Augen und Ohren betroffen ist. Vielmehr entsteht ein Weißschecke durch die Verpaarung zweier Hunde mit Weißfaktor, also vergrößerte Areale der weißen Abzeichen (irish Markings), die genetisch in der Erbanlage eines jeden Collies hinterlegt sind. Beim CHW sind mindestens 25 % der Körperfläche einschließlich des Kopfes coloriert, was beim Weißtiger nicht der Fall ist.

 

 

Hundezucht und Tierschutz, ist das kompatibel?

 

Das Thema Tierschutz kann schier unendlich diskutiert werden. Während die einen lieber vor fremden Haustüren fegen und Tiere aus dem Ausland zu uns holen, sind andere der Meinung, dass wir uns mit dem Tierleid in unserem eigenen Land nicht genügend auseinandersetzen. Beide Seiten haben Recht, denn Tierschutz hört nicht an der Landesgrenze auf und jedes Tier hat ein Recht auf ein würdiges Leben. 

 

Nicht nur im Ausland werden Tiere ausgebeutet und Verbrechen am Tier täglich begangen. Auch in Deutschland wird Tierschutz nicht gerade groß geschrieben. Die Respektlosigkeit dem Tier gegenüber ist grenzenlos. Auch für Hunde sieht die Situation im Inland nicht sehr viel besser aus als im Ausland. Tierschützer arbeiten mit Hochdruck um die Scherbenhaufen aufzufegen, die andere verursachen.

 

Auch sind sehr viele Züchter aktiv im Tierschutz tätig. Trotzdem taucht die Frage auf, wie Hundezucht und Tierschutz zusammen passen kann. Zuerst einmal vorweg: Seriösen Hundezüchtern, bzw. jenen mit verbandsmäßiger Zuchtzulassung würde ohne Tierliebe die Grundlage für ihre Zucht fehlen, ob Hobby oder Gewerbe ist erstmal egal. Aber es gibt nicht viele Hundezüchter, die nicht schon einmal gefragt wurden: Warum Hundezucht, die Tierheime sind doch schon voll. Natürlich, sie sind voll. Aber wenn man genau hinschaut, wird man feststellen, dass das nicht daran liegt, weil sich die Züchter zu wenig Mühe bei der Vermittlung gegeben haben. Denn nur ein ganz kleiner Teil der Rassehunde mit Papieren, die aus einer seriösen Zucht stammen, landen im Tierheim. Durch einen Notfall kann auch das vorkommen.

 

Vielmehr liegt das Problem an der grundlegenden Einstellung der Menschen, weil es einfach an Respekt gegenüber dem Tier mangelt. Mischlinge werden unüberlegt miteinander verpaart, Hunde werden angeschafft, weil die Kinder sich einen Hund wünschen. Spielzeug ist teuer, also wird gleich für kleines Geld ein Welpe gekauft, in der Hoffnung, dass die Kleinen daran länger Spaß haben. Es gibt auch Menschen, die sich einen Welpen anschaffen weil er süß ist und dann feststellen, dass sie diesem Hund gar nicht gerecht werden. Manche Menschen bemerken nach ihrem Spontankauf, dass sich die Lebensumstände geändert haben: Schwangerschaft oder Umzug und in der neuen Wohnung ist Hundehaltung gar nicht erlaubt. Dann gibt's Modehunde und die sogenannten Designer- Dogs. Also schießen Hinterhofzüchter oder Bauernhofzuchten wie Pilze aus dem Boden und produzieren um den Bedarf zu decken. Die Masse macht den Preis, also werden Welpen zum Schleuderpreis über den Ladentisch gereicht. 

 

Die Kundschaft, die hier angesprochen wird, interessiert sich kaum für die Herkunft oder Abstammung der Welpen, die Tiere müssen auch nicht sozialisiert sein, Hauptsache der Preis stimmt. Regelmäßig wird ein neues Auto angeschafft und eine moderne Kaffeemaschine darf im hohen 3-stelligen Preisbereich liegen. Aber am Hund, der eigentlich ein Familienmitglied für die nächsten 15 Jahre sein sollte, wird gespart. Das hat auch einen Grund. Wenn er zur Last fällt, zu groß wird, zu viel Arbeit mit Erziehung, Läufigkeit und dergleichen verursacht, oder die Kinder die Lust verloren haben, kann er auch ohne großen finanziellen Verlust wieder abgeschafft werden. Besonders jährlich zur Urlaubs- oder Weihnachtszeit, wenn sich die Tierheime mal wieder zum Zerbersten füllen.  

 

Bei dieser Kundschaft ist die Wertschätzung dem Tier gegenüber am Nullpunkt angelangt. Es wird wie ein Einwegartikel billig angeschafft und wieder abgeschafft. Die Menschen sehen sich trotzdem in der Opferrolle. Es lag schließlich am Hund. Er war nicht stubenrein, nicht erzogen, er war krank, er hat nach den Kindern geschnappt usw. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn wer sich nicht im Vorfeld Gedanken macht, welche Ansprüche ein lebendes Wesen stellt wird enttäuscht, denn ein Tier kann nicht "funktionieren". Vielmehr muss viel Mühe und Geld in Sozialverträglichkeit, Erziehung, Eingewöhnung und Hundeschule investiert werden. Darüber hinaus stammen Welpen aus der "Schnellproduktion" von Vermehrern, die sich keine Gedanken um artgerechte Haltung, Genetik, Sozialisierung und Hygiene machen. Der Pfennigfuchser kann günstig und oft per Mausclick einen Hund erstehen, aber er kann nicht verlangen, dass der Hund gesund, artgerecht aufgezogen, sozialisiert geschweige denn sein Welpen-ABC gelernt hat.

 

Aber die Nachfrage am Rassehund vom seriösen Züchter ist nach wie vor ungebrochen. Das liegt daran, dass hier ein ganz anderer Kundenstamm bedient werden will. Es handelt sich nämlich um Menschen, die sich im Vorfeld Gedanken machen, ob ein Hund angeschafft wird und welche Rasse am besten ins Leben passt. Erst dann wird der Züchter gewählt. Diesen Menschen ist wichtig, den Züchter und die Elterntiere kennenzulernen. Sie überzeugen sich von den Haltungsbedingungen der Zuchttiere. Sie lassen sich Papiere und Gesundheitszeugnisse zeigen um sicherzugehen, dass der Welpe gesund ist und nicht aus einer Inzuchtverpaarung stammt. Diese Menschen sind bereit, für ihren Welpen alles zu tun, aber sie erwarten für ihre Aufwendungen einen gesunden, wesensfesten Hund, der sozialisiert und gesund ist und der artgerecht und tiergerecht aufgewachsen ist und alle nötigen Untersuchungen und Papiere mitbringt. Wenn sie sich einmal für einen Welpen entschieden haben, ist dieses Wesen für sie das wertvollste der Welt und wird sicherlich niemals den Tierheimalltag bereichern müssen. 

 

Viele Tierschutzhunde stammen aus unbekannter Herkunft. Der Großteil sind Mischlinge mit einem mehr oder weniger großen Jagdtrieb, da Jagdhundrassen oft vertreten sind. Sie gehören in hundeerfahrene Hände und sind weder als Familienhund noch als Anfängerhund noch für die Haltung in einer Etagenwohnung geeignet. Tierheime legen viel Wert darauf, diese Hunde in die passenden Hände zu vermitteln, denn viele von ihnen haben eine unschöne Vergangenheit, aber eine schöne Zukunft verdient.

 

Es wird immer Menschen geben, die sich für Rassehunde entscheiden, denn sie sind was Charakter und Wesen betrifft, berechenbar. Jeder Züchter, der sich für Reinzucht, Gesundheit und den Erhalt einer Rasse einsetzt, tut etwas für den Tierschutz, denn er kontrolliert seine Welpeninteressenten, bevor er seine Schützlinge in ihre Obhut gibt. Gleichermaßen sollte sich jeder Hundekäufer Gedanken über Lebensumstände, finanzielle Aspekte und die ideale Rasse machen und einen Hund nur bei dem Züchter erwerben, der ihm seriös erscheint, denn dies ist die Grundlage für den Tierschutz.

 

 

 

Hunde und Kinder  -  Eine Symbiose unter Vorbehalt

 

Wenn ein Welpe als Familienhund in einem Kinderhaushalt einziehen soll, ist das vorrangige Ziel oft, dass der Hund zum besten Freund der Kinder wird. Dies kann auch möglich sein, denn oft mögen Kinder Hunde und Hunde mögen Kinder. Das hat auch einen bestimmten Grund; denn Kinder sind natürlich und sprechen die Körpersprache, die erwachsenen Menschen im Laufe des Lebens durch die Perfektion der wörtlichen Sprache verloren gegangen ist. Kinder beherrschen sie und Hunde können sie umsetzen, aber leider nur bis zu einem gewissen Punkt. 

 

Wenn Kinder mit Tieren aufwachsen, kann es förderlich für ihre Entwicklung sein, denn durch das Tier lernen sie Vertrauen und Hingabe, aber hierzu ist auch Respekt und Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Tier notwendig. Dies können sie nur von den Eltern lernen, die ihnen einen richtigen Umgang mit dem Tier beizubringen. Nur von ihnen können sie lernen, dass Tiere im Gegensatz zum Plüschtier Schmerzen, Unmut, Trauer oder Erschöpfung empfinden. Und nur von ihnen lernen sie, dass das Tier ein Familienmitglied ist und auch als solches geachtet und respektiert werden muss. Nur ein liebevoll aufgezogenes Tier kann den Kindern Freude bereiten.

 

Tiere sind Lebewesen, aber kein Kinderspielzeug. Zum Zeitvertreib der Kinder sollte ein lebendes Tier, egal ob es sich um einen Hund oder ein anderes Tier handelt, nie angeschafft werden. Die Zeit, die das Kind mit dem Tier verbringt, sollte niemals ohne Beisein und Kontrolle der Eltern stattfinden. Besonders kleine Kinder sollten nie mit einem Tier allein gelassen werden, denn sie sind unbewusst grobmotorisch. Schreien, Trampeln, Poltern, Grabschen und schnelle unkontrollierte Bewegungen werden besonders durch Hunde durch ihre natürliche Veranlagung als Gefahr empfunden und können die sozialverträgliche Entwicklung besonders in der Prägephase empfindlich stören. Erschreckte oder verängstigte Hunde werden neurotisch und können zum Angstbeißer werden. Ein Tier mit einer gebrochenen Seele ist alles andere als ein Spielgefährte für die Kinder. Daher ist es wichtig, dass das Tier alle Erfahrungen, die es mit dem Kind macht, als positiv und liebevoll empfindet.

 

Welpen haben genauso wie Kleinkinder ein großes Schlafbedürfnis, was es ebenfalls zu berücksichtigen gilt. Zu lange Spielzeiten mit den Kindern oder den ganzen Tag über ein hoher Lärmpegel durch mehrere Kinder im Haushalt, führen zum Schlafentzug und zu Depression, Überreizung und schließlich zu Krankheit des Welpen. Auch hier sind die Eltern in der Verantwortung, denn nur wenn der Welpe liebevoll und mit Fürsorge aufwachsen darf und seine Bedürfnisse beachtet und respektiert werden, kann er den Kindern Freude bereiten.

 

Ein kinderlieber Familienhund sollte das Ziel aller sein, die hiervon profitieren.