Der Langhaarcollie

 

 

 

 

 

 

 

Der britische Collie oder "schottischer Schäferhund" ist nicht nur eine Hunderasse von Ästhetik und Niveau sondern auch eine der ältesten. In den 40er Jahren verzauberte er als "Lassie" ganze Generationen. Was am Collie fasziniert, ist nicht nur seine würdevolle Eleganz und sein Anmut, sondern auch die Vielseitigkeit, die einen Einsatz als Sport-, Rettungs- oder Therapiehund erlaubt und ihn als Familienhund so beliebt macht.

 

 

 

Der Collie ist eine historische Hunderasse, die Ende des 17. Jahrhundert in Schottland entstanden ist. Zur Entstehung der Rasse siehe unter "Farmcollie". Diese legendäre Rasse hat im Laufe der Jahrhunderte einen Wandel durchlaufen wie keine andere, denn der Arbeitshund, der ursprünglich

durch Hirten und Bauern entstanden ist, erreichte Bekanntheit, als er Mitte des 18. Jahrhunderts als royaler Adelshund Einzug in die britischen Königshäuser nahm, denn Königin Victoria, die der Zucht des russischen Barsoi frönte, verlor auch am Collie ihr Herz. Nachdem sie dieser imposanten Rasse züchterisch den Feinschliff verlieh, war der Adelshund zunächst nur der gehobenen Gesellschaft vorbehalten.

 

Aber seine Popularität bescherte ihm viele Liebhaber, sodass er auch für die Mittelschicht zum Prestigesymbol wurde. Im ersten Weltkrieg wurde er durch seine Intelligenz als Sanitäts- und Meldehund eingesetzt. Zu jener Zeit wurde die Zucht auch einer Dienstprüfung unterzogen, um die Einsatzfähigkeit der Rasse zu erhalten. Später wurde immer mehr Wert auf das optische Erscheinungsbild und ein liebliches Wesen gelegt und die Arbeitseigenschaften traten immer mehr in den Hintergrund. Damit befreite sich die Rasse endgültig vom Image des Arbeitshundes. 

  

Anfang des 19. Jahrhunderts fand der Collie auch seinen Weg in die USA. Dort wurde jedoch nicht viel Wert auf den Rassestandard gelegt, so dass sich im Laufe der Zeit ein Typ etabliert hat, der beim FCI nicht gerade auf Gegenliebe stieß, denn die Hunde wurden größer und langbeiniger und verloren den collietypischen Ausdruck. In den 40er Jahren wurde jedoch gerade dieser Collietyp durch die Lassieverfilmung in der ganzen Welt beliebt. Mit dem American Kennel Club entstand später ein eigener Rassestandard. 

Seither existieren zwei unterschiedliche Linien des Collies. In Deutschland wurde durch Lassie zunächst der amerikanische Collie bekannt. Erst später hat sich der ursprüngliche britische Collie etabliert. Der Filmcollie, dem sogar ein Stern am Walk of Fame gewidmet wurde, gab der Rasse in aller Welt Aufmerksamkeit, die sie erneut zum Kultstatus der damaligen Zeit machte. 

 

Selbst noch 80 Jahre später, lässt der Collie die Erinnerungen an Lassie wieder aufblühen und zaubert den Leuten bei seinem Anblick ein Lächeln ins Gesicht.   

  

Der britische Collie ist durch seine schottische Herkunft der Ursprung des Collies. Er hat ebenso wie der amerikanische Collie einen athletischen Körperbau, ist jedoch etwas kleiner und hat eine üppigere Fellstruktur. Auch seine Gesichtsform unterscheidet sich und sein Ausdruck ist freundlicher. In Charakter, Wesen und Temperament gibt's keine wesentlichen Unterschiede.

 

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Heute erfüllen bereits viele amerikanische Zuchtlinien die Anforderungen an den britischen Standard in Bezug auf Optik, Größe und Fellstruktur, was eine Verschmelzung beider Linien erlaubt. Trotzdem wird die Zucht des britischen Collies auch heute noch streng von der des amerikanischen Collies getrennt, schließlich haben beide Linien völlig gerechtfertigt ihre Fangemeinde unter den Collieliebhabern.